Anna Abbelen1 Comment

Wie alles anfing

Anna Abbelen1 Comment
Wie alles anfing

Es war einmal eine kleine Anna, die mit 2 Jahren das erste Mal auf dem Pferd saß ...

Manche interessiert vielleicht nur das hier und heute, manche aber auch die Story- wie alles began, mit mir und den Pferde. In diesem Post gebe ich euch also einen kleinen Einblick auf meine reiterliche Geschichte- mit Umwegen.  

Meine liebe Mama, Silke reitet schon seit dem sie 16 Jahre alt ist, sie hatte glücklicher Weise schon damals immer ein eigenes Pferd und ritt Dressur aber auch Springen bis zur Klasse M ! Da sie geborene Mannheimerin ist, begann ihre reiterliche Karriere auch im Mannheimer Reitverein. - Ist ganz nett dort....Mein lieber Papa hatte eine Pferdehaar-Allergie und mied die Pferdeszene so gut es ging. 1996 kam ich dann zur Welt, zu der Zeit stand meine Mama mit ihrem Pferd Dennis George bei Heiner im Stall. Ein großer Fuchs war das. Sobald ich ein paar Schritte gehen konnte, saß ich schon bei Mama vorne auf Hals-Sattel und bin fleißig Schritt geritten, habe mich gleichzeitig gefreut wie ein Honigkuchen-Pferd. Oder... kennt ihr die Sonne bei den Teletubbies? so hab ich mich gefreut und gelacht, ich sah übrigens auch genauso aus... ich hatte nämlich blonde afro-artige locken, wie Sonnenstrahlen vom Kopf abstehen:D soweit zur Vorstellung. Auch bei Heiner durfte Ich mal vorne mitreiten! Leider stellte sich nach den ersten Stallbesuchen schnell heraus, dass ich auch eine Pferdehaarallergie habe und durfte nur sehr sehr selten mit zum Stall. 

Doch der Wille war da und anscheinend habe ich auch lange genug gequengelt, dass meine Mama mit mir nach Wachtendonk zum Heuhotel Mackenschins gefahren ist und ich dort auf einem Shetty namens „Liesschen“ durch die Gegend höppeln durfte. Da sind sozusagen die Wurzeln gelegt worden. Liesschen war schwarz, bildschön und konnte sich für ein Shetty auch recht gut bewegen. 2 mal die Woche durfte ich zur Reitstunde kommen. Zu der Zeit war ich 8 Jahre alt. 

Nach einiger Zeit und ein paar Reiterwettbewerben war mir Liesschen dann aber zu „öde“ und ein etwas größeres Pony musste her. Das war dann „Shadow“ mit dem ich meine ersten Dressurreiter-Wettbewerbe ritt und auch die ein oder andere E-Dressur. Liesschen und Shadow gehörten beide nie uns, sie waren quasi  für die Reitstunden und Turniere geleast.  

Mit 10 bekam ich mein erstes eigenes Pony, das war „Miss Pippilotta“. Eigentlich hieß sie „Birte“, da ich aber für die Schule jeden Tag 2 geflochtene Pippilangstrumpf Zöpfe geflochten bekommen hatte und Birte zu langweilig für die Bunte Stute fand, haben wir sie umbenannt. Miss Pippilotta, war das perfekte Pferd für die Basics, Dressurreiter Wettbewerbe und Reiterwettbewerbe, da sie nur mit Ausbindern durchs Genick ging und mega bequem war. Mein Sitz war ( vielleicht für einige auch -ist-) nicht ganz so schön, ich habe durch die Pferdeallergie und das Asthma immer die Schultern extrem hochgezogen und saß sehr verkrampft. (Ja ich war in Behandlung, aber nichts hat mit wirklich geholfen.... Ich wollte allerdings unbedingt reiten, da musste ich also durch). Pippilotta war dadurch, dass sie so bequem war, also das perfekte Pony um täglich Sitzübungen zu machen und einen entspannten Sitz zu erarbeiten. 

Mit ihr bin ich Reiterwetteberebe, Dressurreiterwettberwerbe geritten. Zu dieser Zeit gab es als Ehrenpreise oft einen Pokal, weshalb mein Bruder kurzer Hand entschlossen hatte, auch zu reiten. Er übernahm dann das Liesschen und hatte sich als Ziel gesetzt auch einmal einen Pokal in einer Führzügelklasse ab zu sahnen. Nachdem er aber nur Platz 2 erreichte und dann eben kein Pokal gewann, war die reiterliche Karriere meines Bruders auch zuende... Jungs eben :D ...- soviel zu diesem kleinen Einschub. 

Pippilangstrumpf (Ich) mit Miss Pippilotta ritt so ungefähr 2 Jahre durch die Gegend bis auch Das zu „langweilig“ wurde. Da Shadow und Liesschen nie uns gehörten, sondern geleast waren, wurden die 2 wieder auf dem Reiterhof in Wachtendonk von neuen Kindern beritten. 

Zwischenzeitlich hatte ich eine kurze Reitspause, da mein Vater tödlich verunglückt ist. Das war im Oktober  2006, als ich 10 Jahre alt war. Für ungefähr ein halbes Jahr ritt ich so gut wie gar nicht. In dieser Zeit kümmerten sich gute Freunde und Familie um unsere Pferde. Meine Mutter hatte zu dieser Zeit auch wieder ein neues Pferd names Chrassus. 

Doch nach dem halben Jahr musste es dann doch wieder weitergehen, ich wollte unbedingt ein „richtiges“ Pony, ein Pony wie es damals meine gute Freundin Johanne hatte, ein richtiges Sport Pony. Mit dem “Sport-Pony”, wie ich es immer genannt habe ( damit meine Mama auch ganz klar wusste dass ich das mit dem Reiten ernsthaft möchte), wollte ich so wie sie bei Heiner durch die Halle traben, Traversalen reiten, Wechsel reiten, etc. - Ich hatte mir nämlich vorgestellt, dass das immer mit JEDEM Pferd geht und ich das natürlich dann auch DIREKT mit einem “Sport-Pony”, wenn ich bei Heiner im Stall Reiten würde, könnte :D —> Zu der Zeit 11 und ein paar mal E-Dressur und A-Dressur gewonnen :D Na klar ..... Ich glaube ich habe meine Mama wirklich so lange genervt, bis sie es nicht mehr ausgehalten hat:D Wir schauten viel im Internet und Reitsportmagazinen, hörten uns hier und da um, bis wir schlussendlich  zu Michael Brandel fuhren und dort 3 junge 4 jährige Ponys ausprobierten. Einer schöner als der andere, alles Hengste. Mit meinen zarten 11 Jahren war ich teilweise etwas überfordert mit dem Junggemüse, dennoch wollte ich unbedingt die Herausforderung annehmen. „Brantops Glam Rock“ zog 2 Wochen später im neuen Stall in Vorst ein. Mit dem Neuzugang von Glamy, war aber gleichzeitig auch klar, dass Miss Pippilotta dem nächsten Kind die Basics beibringen durfte. Sie ging in einen Nachbarstall in Krefeld und wurde als Therapiepony für einen behinderten Jungen eingesetzt. Dort geht es ihr immernoch super. Ich durfte nicht beide Ponys behalten, da ich zu der Zeit schwer mit meiner Allergie zu kämpfen hatte . Naja und wo ist es zudem auch selbstverständlich, dass ein kleines Mädchen schon 2 Ponys besitzen muss... Pippilotta wurde also verkauft und Glamy war schon zu tiefst in mein Herz eingeschlossen.

Neuer Stall, da ich nicht nur genauso ein Sportpony wie Johanne reiten wollte , sondern auch genau so cooles “Sport” Training haben wollte wie Johanne. Eben ein bisschen mehr auf den Leistungssport fokussiert, anstatt „nur“ als Hobby. So entschieden wir uns für einen Trainerwechsel- wenn man es überhaupt „Wechsel“ nennen kann, zuvor war es ja „nur“ Gruppenreitstunde... Jedenfalls war meine damalige Trainerin dann Nadine Kauschke. Da sie viel in Vorst unterrichtete, stallten wir „Glamy“ dort auch ein. Total aufregend!!!  

Ein anderes Foto von Glamy habe ich leider nicht :( Zu den Foto gibt es in einem anderen Post mehr.... Das ist jedenfalls Brantops Glam Rock  

Ein anderes Foto von Glamy habe ich leider nicht :( Zu den Foto gibt es in einem anderen Post mehr.... Das ist jedenfalls Brantops Glam Rock  

Glamy wurde damals noch viel von Nadine mitgeritten, da ich selbst mit 11 natürlich noch nicht in der Lage war ein junges Pony selbst auszubilden. Sie startetet mit ihm auch auf den ersten Turnieren. Und so kam ich dann das erste mal in den Genuss mein wirklich selbst ausgesuchtes Pony, eigenständig zu reiten. Das war toll! Ich könnte meiner Mama gar nicht genug dafür danken ! Wir haben ihn allerdings direkt legen lassen, meine Mama wollte mein Hengst. Das war auch besser so, da ich durchgehend auch schon als Wallach sehr viel Respekt vor dem kleinen-großen Pony hatte. Als ich Glamy mit 11 bekommen habe, war er ja 4, was bedeutete, dass wir höchstens in einer A-Dressur gestartet sind. Nadine stellte ihn aber zum Ende des Jahres schon in einer Dressurpferde L vor. Über den Winter hatte ich fleißig geübt und hatte mir als Ziel gesetzt dann mit 12 auch endlich meine erste L -Dressur auf dem Turnier zu reiten. Im April 2008 war es auch so weit, meine erste L-Dressur... eher schlecht als recht, aber immerhin, ich bin angetreten. Ja... und so gingen dann weiter 2 Jahren um, in denen ich immer wieder zum Turnier gefahren bin, das L-Niveau versucht habe zu festigen, gott sei dank auch den ein oder anderen Sieg in L und zahlreiche Platzierungen ergattern konnte. Alles mit dem lieben Glamy :) 

 

Und wie es danach weiter ging... Mit meiner Ponyzeit im Bundeskader und den ersten Reitstunde bei Heiner, erfahrt ihr im nächsten Post!