Roosendaal/ NED

Turnier Update: Roosendaal in den Niederlanden. 

Nach einer längeren Turnierpause, haben wir uns Anfang Oktober entschieden, noch einen internationalen Turnierstart vor die "Weihnachtsferien" einzubauen. 

Da kam als einziges noch Roosendaal in Frage. Nachdem alle Formalitäten mit dem DOKR geklärt waren, der Amtstierarzt am Mittwoch morgen noch die Abfahrtsbescheinigung gebracht hatte, ging es am Mittwoch Vormittag gegen 12 Uhr los. Mit Sack und Pack sind wir los gepirscht. Das "Team Schiergen" besteht bei diesem Turnier aus : Hannah + Carlos + Papa Erbe und Anna + Henny +Fürst + Lady + Mama Abbelen und Heiner natürlich, der am Donnerstag zu den Prüfungen nach gereist kommt.

Ja, die Abreise war eigentlich schon für 11 Uhr angedacht, wie das dann aber immer so ist, kommt immer was dazwischen um den Masterplan zu durchkreuzen. Dieses Mal waren es unsere Reifen. Alle Pferde waren schon verladen, da zeigte der Anhänger halbwegs platte Reifen. "Sind wohl ein bisschen schwer, die Pferde", habe ich kommentiert. Nur von dem Pferdegewicht, sollten die Anhängerreifen aber auch nicht so aussehen. Kurz entschlossen, fuhren wir dann noch zu einem Boxen-Stop, um den Reifen wieder ordentlich Luft zu verschaffen, bevor es dann flott und sicher in Richtung Turnier ging. Da wir den Plan um 11 Uhr los zu fahren nun auf 13 Uhr losfahren umgeworfen hatten, war die Ankunft am Turniergelände auch eher semi entspannt. Warum ? Weil wir es mittlerweile 15:20 hatten und um 16 Uhr der erste Vetcheck auf dem Programm stand. Also haben wir nur schnell die Pferde abgeladen, das nötigste Equipment ( Pferdepass, Helm, Handschuhe, Gamaschen und eine Bürste) mitgenommen und schon standen Hannah und Ich auch schon mit den ersten Pferden beim Vetcheck. Hannah's Papa und meine Mama haben in der Zwischenzeit den Stall eingerichtet, die anderen Pferde mit Wasser und Heu versorgt und die Boxen ausreichend eingestreut. 

Es handelte sich in Roosendaal nämlich um "Stone- Island" oder die "verwüstete Mondsteinlandschaft". Wie bei Bibi und Tina " Über Stock und über Stein" - so sollte es nur optimaler Weise NICHT sein ... zumindest nicht wenn es um die Unterkunft der Pferde geht 

Es handelte sich in Roosendaal nämlich um "Stone- Island" oder die "verwüstete Mondsteinlandschaft". Wie bei Bibi und Tina " Über Stock und über Stein" - so sollte es nur optimaler Weise NICHT sein ... zumindest nicht wenn es um die Unterkunft der Pferde geht 

Der Mittwoch verlief dann also weiter mit Vetcheck, Pferde versorgen und Halle zeigen. Irgendwann um halb 9 waren alle Dinge abgearbeitet und wir fuhren endlich zum Hotel. So ein Anreise- Tag ist immer sehr anstrengend und zu dem wurde es zum Abend hin unglaublich kalt. Hannah und Ich schrieben noch einen Ablauf-Plan für den folge Tag, wann welches Pferd, welche Prüfung geht, wann wer eingenäht wird, wann gefüttert wird, wann welches Abreiten ist ... bla bli blub. Anschließend SCHLAFEN :-) 

Donnerstag 1.12.

1. Prüfung Junge Reiter: Fürst  

Für mich verlief die Prüfung prima, Fürst war tip-top in Form. Wir kamen wunderbar durch die gesamte Trabtour. Der Schritt in der Mannschaftsaufgabe ist vorne bei C vor den Richtern. Soweit so gut! Wäre da nicht das unheimlich spannende Gebläse an der Decke, welches mit voller Karacho Luft gegen die Abgehangene Stoff-Decke bläst. ( 1. Frage die wir uns stellten: Warum die Decke mit Soff-Tüchern abgehangen... 2. Frage: Warum ein Gebläse, man kann auch bei normalen 10 Grad reiten, anstatt bei gefühlten 30 Grad! ) Dieses Gebläse, vielmehr das Geräusch- was dabei entstand, fand Fürst sehr interessant und beschloss die Schritttour etwas eiliger zu beenden. Somit schlich sich dort der erste kleine Fehler ein. Mitten in der Galopptour war ich leider selbst etwas unaufmerksam und lenkte Fürst so nah an die Viereckumrandung, dass er einmal umgesprungen ist. Na gut.. Wir hatten dann 2 kleinere Fehler mit denen ich dann zu einem Endscore von 70,351 % kam. Damit war ich super zufrieden und wir wurden 3. 

2. Prüfung Kleine Tour: First Lady

Lady fand das Gebläse, aber auch die Dekoration um das Viereck herum extrem interessant. unsere Prüfung war fehlerfrei, aber leider von Spannung durchzogen. Mal mehr, mal weniger... Ich kann ihr diese "Skepsis" nicht übel nehmen, da sie seit Juni nicht mehr mit auf dem Turnier war. Da ist das dann schonmal etwas aufregender als es für die routinierteren Pferde ist. Nichts desto trotz kamen wir auf einen Endstand von 68,5% und wurden damit sogar 2. . In dieser Prüfung hatten sehr viele Paare das gleiche Problem, an dem Gebläse halbwegs vorbei zu kommen. 

Freitag 2.12.

Status: Gebläse aus! Viele Reiter haben sich am Ende des ersten Prüfungstages beschwert. Mit Recht! Fast keine Pferde-Reiter Kombi hat eine Prüfung ohne Spannung vollenden können, und das zeugt nun wirklich nicht von einer "Prüfungs- Qualität" . Für Reiter, Zuschauer und Richter ist so eine Situation immer ärgerlich. Der Veranstalter zeigte Verständnis und schaltete das Gebläse ab. 

1. Prüfung Junge Reiter: Fürst 

Ohne Störfaktoren "astreine" Runde gedreht. Eine Richterin zogt nicht ganz die gewünschten Noten daher, aber es reichte für 72,5 %. Mit diesen Prozenten konnte unsere Runde, dann auch mit dem Sieg belohnt werden. 

2. Prüfung U25: Henny

Eigentlich hätte ich zur gleichen Zeit, in der ich Henny für die kommende Prüfung vorbereiten musste, auch in der Siegerehrung stehen dürfen. Der Veranstalter verteilte die Siegerehrungen nämlich immer in die Pausen während der Prüfung. Nichts- da schön nach der jeweiligen Prüfung... Immer hups die wups, mal eben dazwischen geschoben. Das fande ich persönlich nichts so toll, da eine Siegerehrung auch wirklich ein "Ehrung" sein sollte. Aber nun gut, wenigstens hatten Sie Verständnis dafür, dass ich dann eben nicht an der Siegerehrung teilnehmen konnte, sondern mich für die nächste Prüfung vorbereitet habe. 

"That Face" 

"That Face" 

Teure Einer-Wechsel... Ja, wirklich teuer :( Ansonsten verlief der Kurz Grand-Prix wieder fehlerfrei. Nur die blöden Einer-Wechsel wollten nicht so. 15 müssen es sein. Ich freue mich immer so sehr, dass ich es am Anfang schaffe die ersten Wechsel einzuleiten und gleichzeitig aber auch richtig anfange zu zählen. Manchmal kommt es auch vor, dass ich die Wechsel einleite, aber vergesse mit zu zählen und dann auf gut Glück noch ein paar mal hin und her hopse und dann hoffe, dass es genau 15 waren. So sollte es dieses Mal aber nicht sein. Ich wollte sicher sein, dass es auch wirklich 15 sind. Also einleiten und zählen gleichzeitig--> führt zu super Freude--> führt zu: Vor lauter Freude, vergessen weiter zu reiten--> führt zu: Henny dachte die Einer-Wechsel hören schon nach 7 auf ... Hupsi :-) Macht nichts! Denn auch mit den Wechsel-Fehlern konnten wir uns den 3. Platz erreiten. 

Samstag 3.12. 

Grundsätzlich fingen meine Prüfungen ( damit auch Hannahs) immer erst ab Mittag an. Somit sind Hannah und Ich morgens immer zu zweit in den Stall gefahren, haben die Pferde versorgt und dann wieder relativ zeitig zurück zum Hotel, damit wir ausgiebig frühstücken konnten. Wir saßen alle gemeinsam gegen 9 am Tisch und haben mindestens 1.30h gefrühstückt, erzählt und Abläufe geplant. Für den Samstag habe ich mir die Zwillinge ( Hannah's Schwestern) eingespannt. Hannah's Mama + Schwestern und mein Stiefvater Peter waren am Freitag Nachmittag nämlich angereist um uns zu unterstützen. Die Zwillinge mussten ja auch etwas zu tun haben, dachte ich mir, also habe ich sie gefragt, ob sie mir helfen würden, die Pferde einzunähen. Mit drei Pferden und drei Prüfungen an einem Tag ist das sonst etwas kritisch vom Zeit- Management her. Helen hat mir bei Henny sogar Glückszöpfe gemacht ( gleich mehr). 

1. Prüfung: Fürst

Fürst's Musik habe ich beim Soundcheck schön laut gedreht. Da haben die Holländer schon gelacht, weil viele wissen, dass ich meine Musik immer gerne laut habe. Da kommt die Stimmung besser rüber ;-) - Und es macht mehr Spaß ... Laute Musik und zack- alles kam am Platz . Jeder Musikwechsel passte perfekt auf mein Reiten. Fürst und Ich tanzten mit König der Löwen zu 76 % und das bescherte uns erneut den 1. Platz :-) 

2. Prüfung Inter 1 Kür : Lady 

Jaaaaa... Das war wohl eher nichts :D 1. besitze ich aktuell keine eigene Inter 1 Kür 2. habe ich dann Heiner's Kür geritten, die hat aber vom Takt nicht ganz so gut gepasst, wie ich mir erhofft habe. Upsi ! Nachdem ich dann mutig zur Kür angetreten bin und quasi schon im Rennen war, musste ich schnell umdenken, weil ich bei der Musik für die zweite Galopp- Pirouette quasi noch in der ersten Pirouette drin steckte. So zog sich das dann durch die ganze Kür .. Am Ende kamen wir dann wieder gut aus, allerdings waren keine 3er Wechsel vorhanden...Zumindest nicht so, wie sie hätten sein sollen. Macht nichts, mein Fehler- daraus gelernt--> nächstes Mal mit eigener, passender Musik :D Mit 69% wurden wir dann 7. , einen aus der Platzierung raus. 

3. Prüfung U25 Kür: Henny 

Es ist nach der König der Löwen Musik definitiv meine Lieblings-Kür! Wieder gelang es mir alles am Punkt zu reiten, jeden Galopp- Wechsel auf den Paukenschlag raus zu hauen und sogar die Einer-Wechsel auf dem Zirkel haben funktioniert. Kür-reiten macht mir einfach am meisten Spaß und das zeige ich dann auch gerne. Henny und Ich haben 72,9% performt, was nun auch unsere neuer Rekord in einer GP-Kür ist. Zu dem haben wir uns auch noch einen Platz vor gearbeitet und landeten auch Platz 2. 

Nach der Prüfung, kam dann die Siegerehrung. Danach durfte Henny sich noch kurz in der Box ein wenig ausruhen. Mama, Peter und Ich haben in der Zwischenzeit Alles auf den Lkw geladen und die anderen beiden Pferde abfahrtbereit gemacht. Um kurz vor 9 standen auch schon alle Pferde auf dem Lkw und wir haben die Rückreise angetreten. 

Manche haben uns gefragt, warum wir uns den Stress noch antun und in die Nacht nach Hause fahren... Ganz einfach 1. schlafen die Pferde, aber auch wir Menschen zu Hause immer am besten. 2. Ist es nur eine "kurze Strecke" von 2.30h . 3. stand das Plätzchen-Back-Event für den Sonntag den 2. Advent auf dem Programm. 

Also, wie ihr merkt kommt keine Langeweile auf. Allem in allem möchte ich mich bei allen bedanken, die mir an diesem Wochenende geholfen habe. Außer die Steinwelt, war auch die Veranstaltung super organisiert, Danke! Übrigens findet in Roosendaal die nächste U21 Europameisterschaft statt. So kurz vor Jahresende habe ich die Saison mit 2x 1. 2x2. 2x3. und einem 7. Platz für mich spitzenmäßig beendet. Ich bin mehr als dankbar drei so tolle Pferde unter dem Popo zu haben. Und.. zu all dem Erfolg gehört natürlich auch Spaß! Da bin ich auch immer dankbar, dass wir so eine bunte Truppe sind, mit denen es nie langweilig wird. Danke auch an meine tolle Sponsoren: Ni El Palstron, Care4animals, Prinzenhaus und Kentucky. 

Schöne Woche wünsche ich Euch, 

Anna