Henny Hennessy

Halli- Hallo,

jetzt ist der liebe Henny an der Reihe. Wenn ich mich recht entsinne, erzähle ich ungefähr einmal pro Woche die ''whole story about Fürsti", aber nie so richtig etwas über meine anderen Pferde. Das wird jetzt geändert! Als erstes, wie gesagt: Henny Hennessy

Henny ist 13 Jahre jung, dunkelbraun, wunderschön, unheimlich eigensinnig und stammt von Hofrat x Achenbach ab. Er ist seit 5 Jahre bei uns, dementsprechend war ich 15 Jahre alt. Dieses Alter bedeutet: noch völlig im Pony- Himmel und wenn ich doch an Großpferden interessiert war, dann nur an Fürsti.

Wie kam Henny zu uns? Tja, meine liebe Mama turnte zu der Zeit mit Fürsti und ihrer Stute Chimara bei Schiergen umher. Jeden morgen beobachtete sie, was für Pferde in die Halle hinein und wieder raus spazieren. Jeder der schon einmal bei Schiergen morgens in der Reithalle zu Gast war, weiß, wie beeindruckend sich manche Pferde dort bewegen können. So wuchs, meiner Meinung nach, eine große Abenteuerlust in meiner Mama. Sie wollte genau so ein Pferd haben, auf dem sie morgens schön reiten konnte. Gemütlich sollte es sein, ausdrucksvoll und qualitativ ansprechend. Mit diesen Vorstellungen suchte sie dann ihr Traumpferd. Ich war bei dieser Suche völlig außen vor. Das Pferd sollte NUR für Mama sein, und zweitrangig für Heiner, der es auf Turnieren vorstellen sollte. An mich wurde da gar nicht gedacht, ich hatte ja noch meine Ponies und Fürsti.

Mama zog los, probierte aus, und kaufte. Nach circa 4 Wochen Such- und Probierzeit, stand Henny Hennessy stolz bei uns in der Box. Und natürlich war auch ich neugierig, ihn live zu sehen. Ich kannte ihn nur vom Video.

Zeit verging und ich wurde immer ungeduldiger, weil Mama es anscheinend wirklich ernst meinte, mit:,,Nein Anna, das ist MEIN Pferd und DU darfst es NICHT reiten." Hehe... ,,Ok"- dachte ich mir, dann fangen wir mal an rumzunörgeln.

Darin bin ich auch heute noch gut. Es dauerte keinen Monat, da durfte klein Anna das erste Mal Henny reiten. Allerdings sollte es auch nur bei diesem einen Mal bleiben.

Hatte wahrscheinlich auch seinen guten Grund, warum ich zu diesen Zeiten nicht so oft reiten sollte. Mit meinem Pony-Sitz ( Sporen rein und Rückenlage, als käme ein Turnado von vorne) donnerte ich fröhlich circa 20 Diagonalen im starken Trab und Galopp durch die Halle. Natürlich auch ohne Rücksicht auf Verluste... Ich hab alle umgenietet. Aber das war mir egal. Hauptsache ich sehe die Vorderbeine waagerecht in der Trabverstärkung und habe meinen Spaß. Nach 2-3 solcher Reiteinheiten war dann aber auch schnell klar, dass es vorerst einmal bei diesen bleiben sollte und das restliche Training besser Heiner übernimmt.

In Wiesbaden 

In Wiesbaden 

Heiner gewinnt S-Dressuren noch und nöcher und verbucht circa 20 Grand Prix Siege. Ohne ihn wäre Henny niemals so erfolgreich geworden.

Man muss sich das also so vorstellen: Heiner reitet auf einem schönen Turnier bei gutem Wetter für eine Grand Prix Prüfung ab. Meine Mama kommt natürlich erst zum Turnier hin gefahren, weil sie vorher noch das gute Wetter genießt. Nachdem sie vom Rande, von Fremden mehrfach Kommentare wie ,,Mensch, der schmeißt die Füße aber hoch" oder ,,Wahnsinn, wie viel Energie in diesem Pferd steckt" hört, nimmt sie es sich natürlich nicht, stolz wie Oskar zu sagen: " Jaaa... das ist mein Pferd und Zuhause reite ich ihn". Hehe... das liebe ich immer, wenn Mama so stolz auf ihr Pferdchen ist.

Ganz an mir vorbei gekommen sind die zwei aber dann doch nicht: Direkt im ersten Jahr starteten wir den Versuch, Henny und mich durch eine M-Dressur zu schicken. Bewusst sage ich, HENNY und mich, da ich nur Beifahrer war. Nichts desto trotz konnte ich am 9.6.2011 bei Schleypen in Neuss meine allererste M-Dressur gewinnen - DANKE Henny !!!

Zwei Jahre später, ritt ich auf dem selben Turnier, meine erste S-Dressur mit ihm. Dort wurden wir Zweiter.

Kommen wir nun zum Charakter: 

1. Henny ist sehr eigensinnig. Wenn ihm etwas nicht passt, er zum Beispiel gerade mal keine Lust auf Handarbeit hat, zeigt er uns das sofort. Der Braune schmeißt die Kiste hoch, sodass ich danach meistens zum Physio muss...

2. Er denkt immer einen Schritt voraus. So passiert es, dass ich zwischendurch keine Einwirkung mehr habe. Das beste Beispiel dafür war das Abreiten 2014 auf Gut Auric. Uns war bewusst, dass wir noch kleinere Schwierigkeiten mit der Wechseltour der Inter2 haben. Dass Henny allerdings keinen einzigen einzelnen Galoppwechsel mehr springen würde, hatte ich nicht erwartet So sprang Henny fröhlich millionen von Einerwechsel durch die Halle, auch wenn ich nicht ansatzweise die Hilfe dafür auslöste. Als ich dann tatsächlich bewusst Einerwechsel eingeleitet hatte, sprang er anstatt nur 9 Stück gekonnte 15 ... Tja, da war er mir eben einen Schritt voraus. Abstellen konnte ich es in der Prüfung auch nicht, aber egal... Ich hatte ja noch etwas Zeit. (In den folgenden zwei Jahren, habe ich in keiner Prüfung eine fehlerfreie Wechseltour gehabt

Die Prüfung bei Gut Auric, nachdem das Abreiten so rosig verlief

Die Prüfung bei Gut Auric, nachdem das Abreiten so rosig verlief

3. "Fasten your Seatbelt"- Schade, ganz vergessen.. gibt es auf dem Pferd ja nicht. Regelmässig falle ich von Henny herunter. Zuletzt 2 Tage vor Weihnachten, als ein Angestellter vor dem Hallentor Laub gefegt hatte und Henny sich dann in eine Todesspirale stürzte, von der ich mich erst vom Boden aus wieder berappeln konnte.

Jetzt denkt ihr bestimmt: " Oh je, viele negative Aspekte, warum reitet sie ihn trotzdem?" Es ist genau dieser Nervenkitzel, diese Elektrizität und Cleverheit, die mich an Henny so reizen. Er denkt nicht nur mit, sondern wie gesagt, auch immer einen Schritt voraus. Dies erleichtert das tägliche Training enorm. Auch wenn er mir zwischendurch immer mal wieder zeigt, wer der Chef ist. Strenge ich mich besonders an, seinen Quatschkopf zu verstehen, ist er auch lieb zu mir und horcht meiner Hilfengebung.

Tja... Was soll ich sagen?! Ich bin dankbar, dass durch eine glückliche Fügung Ende 2014 Henny Hennessy nun doch auf meinem Reitplan steht statt auf Mama's. Seitdem trainiere ich täglich hart und motiviert, damit wir noch besser werden in der Materie des GRAND PRIX....- Das ist nämlich nicht immer alles so leicht, wie es vielleicht aussieht.

Ich bin des weiteren unendlich dankbar, so ein tolles Pferd reiten zu dürfen, mit dem ich nun auch schon ca. 5 Grand Prix Siege verbuchen konnte. Nächstes Jahr nehmen wir das Thema, dann noch intensiver in Angriff. "Hü Amadeus"!!!

Hier verlinke ich euch ein Video, auf dem ich in Lier/BEL U25 Grand Prix Kür reite. Ich hoffe dieser Beitrag und die Fotos gefallen euch. Lasst mir gerne euren Kommentar da.

Bis baldig, tschüs tschau



Anna

Hülsmann 2014- Axa Trophy Finale

Hülsmann 2014- Axa Trophy Finale

Hopp, hopp Galopp

Hopp, hopp Galopp

Hülsmann 2015- Axa Trophy. Hier konnte ich die Finalprüfung gewinnen.

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2015

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Stadl Paura 2013 Junioren Tour- auch das habe ich mal probiert

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Hülsmann 2016 3. Platz 

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Verden 2016

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Heiner und Henny gewinnen die Rheinischenmeisterschaften 2016 ( Heiner's erste Gold Medaillie auf den "Rheinischen") 

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Mannheim Maimarkt Turnier CDI U25 Tour 

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WIesbaden 2016- Piaff Förderpreis Station- Lieblings Kulisse

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